Mit der Ausbreitung des englischen Absolutismus stieg das allgemeine Interesse an nationaler Geschichte und führte dazu, dass Aufführungen von Chronicle Plays immer populärer wurden. Vorerst dienten die Aufführungen der sich gleichzeitig entwickelnden TheaterGruppen der Befriedigung der Sensationsbedürfnisse des Publikums (1588, „The Famous Victories of Henry V.“). Die ersten Historien knüpften an die Tradition der Mysterienspiele an, indem die geistliche durch die weltliche Überlieferung ersetzt wurde. Teilweise wurden didaktische Elemente der Moralitäten mit dem Chronical Play verbunden (1538, „Kynge John von J. Bales“) oder es wurden rhetorische Elemente aus der lateinischen oder humanistischen Tragödie integriert.
Diese Seite beschäftigt sich mit dem Genre Historie der Schauspielkunst. Für weitere Bedeutungen des Wortes Historie siehe Historie (Begriffsklärung).
Die Historie (auch: Historical Play, Chronicle Play, Geschichtsdrama, Königsdrama) ist ein Genre der englischen Renaissance-Dramatik, das Ereignisse und Personen der englische Geschichte zum Gegenstand hat.
Die Historie blieb der episodenartigen Darstellung der epischen Vorlagen und 1590er jahren zum beliebtesten Genre der englischen Zuschauer. Es wurden beispielsweise Stücke von William Shakespeare (1592, „Richard III.“; 1594, „King John“; 1595, „Richard II.“) und Christopher Marlowe (1593, „Edward II.“) gespielt, die es schafften, eine Beziehung zwischen den geschichtlichen prozessen und dem Handeln des In wurde die Idee der Historien wieder aufgegriffen und diente als beispielhafte Vorlage für die Geschichtsdramen.
Zurück zu Historie 1
weitere informationen zum Thema Finden Sie in der Übersicht: Index persoenlichkeitstraining
|