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PhilosophieDie schule von Athen von Raffael, Sokrates im Bild: Hintere Reihe, rechte Seite, der nach links gewandte Mann in der grünen Kleidung(vgl.Sokratische Philosophie bedeutet eine innere Bewegtheit, eine Haltung, die Denken und Dasein bestimmt, was sich in der Übersetzung des Wortes Philosophie als „Liebe zur Weisheit“ ausdrückt. Die Liebe übrigens, so äußerte sich Sokrates einmal, sei das einzige, wovon er etwas verstehe. Theages 128a). „Was meint der Gott damit? Worauf will er mich hinweisen? Schließlich weiß ich doch, dass ich weder viel noch wenig weiß! Und lügen wird er ja nicht, das ist ihm nicht erlaubt. Seine bescheidene selbsterkenntnis hielt Sokrates davon ab, dieser Aussage mehr zuzutrauen, als er selbst einzusehen im Stande war. Dieser Gott hatte ihm geweissagt, dass „niemand weiser ist als Sokrates“.Sokrates nennt in seiner Apologie den Gott von Delphi als Garanten für die Wahrhaftigkeit seines Philosophierens.“ (Apologie 21b). Im Gegensatz zu den Sophisten bestand er darauf, die Fähigkeit, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden, liege in der Vernunft begründet und nicht in der gesellschaft. Deshalb sei es so wichtig, das wissen zu vermehren. Und nur wer das Richtige tue, so Sokrates, werde zum 'richtigen menschen'. Er glaubte, die richtige Erkenntnis führe zum richtigen Handeln. Er war der Ansicht, dass der, der wisse, was gut ist, auch das Gute tun werde. Sokrates nannte sich bewusst Philosoph ("Philo-soph" – Freund der Weisheit). So kam es zu den Streitgesprächen mit den Sophisten, den Weisen seiner Zeit, den in öffentlichen Ämtern stehenden Athenern, Bekannten und Freunden. Er machte sich deshalb auf, andere, die als weise galten, zu befragen, um von ihnen zu lernen.Vom Gott zur Weisheit berufen und nicht als Weiser bezeichnet, so verstand er dies schließlich. Wie die Sophisten beschäftigte sich Sokrates mit menschen und dem Menschenleben, und nicht mit den Problemen der Naturphilosophen. Der wichtigste Unterschied bestand darin, dass sich Sokrates selber nicht als Sophisten sah, also als gelehrte oder weise Person. Aus diesem Grund ließ er sich im Gegensatz zu den Sophisten nicht für seine Lehrtätigkeit bezahlen. Für ihn war es wichtig, ein sicheres Fundament für menschliche Erkenntnisse zu Finden. Er glaubte, dieses Fundament liege in der menschlichen Vernunft. Wenn ein Mensch falsch handelt, so tut er das aus Sokrates' Sicht nur, weil er es nicht besser weiß. Sokrates wollte ergründen, was hinter ihnen steckte und wie sie Inhaltlich zu füllen wären.Sokrates reizten die Begriffe, die man täglich benutzte und gedankenlos anwendete, weil die inzwischen überaus reich entwickelte Sprache sie eben darbot oder in bereitschaft hielt. Um sich hierüber Klarheit zu verschaffen, bediente er sich einer ganz besonderen Methode, die als Mäeutik – eine Art „geistige Geburtshilfe“ – bezeichnet wird: Durch Fragen und nicht durch Belehren des Gesprächspartners – wie es die Sophisten gegenüber ihren Schülern praktizierten – sollte dessen eigene Einsichtsfähigkeit schließlich das wissen um das Gute (agathón) und Edle (kalón) selbst „gebären“ bzw. hervor bringen. Dieses Ziel war jedoch nicht ohne Einsicht in die Fragwürdigkeit des eigenen Wissens möglich. Sokrates versuchte, diese schmerzliche Erfahrung durch seine Menschlichkeit und seinen Respekt vor dem anderen zu mildern, was sich auch in seiner Ironie ausdrückt. Sie will den anderen nicht lächerlich machen, sondern seine Unzulänglichkeit als etwas zu erkennen geben, über das derjenige selbst lachen soll, anstatt zerknirscht zu sein. Wie schwer, ja oft unmöglich es vielen seiner Gesprächspartner wurde, über diese Brücke zu gehen, zeigen die platonischen Dialoge. Als wenig hilfreich empfanden die Angesprochenen es im Zweifel auch, in der Öffentlichkeit der Agora auf diese Weise demontiert zu werden, zumal auch Sokrates´ Schüler sich in dieser Form der Dialoge übten. ). Die Rede des Perikles, in: Thukydides, Der Peloponnesische Krieg (Peloponnesischer Krieg), II 41,1: . in vielseitiger Weise seine eigene persönliche Art entfalte“ (vgl...Dieses Philosophieren, das oft mitten im geschäftigen Treiben Athens stattfand, versprach Antwort auf die Frage vieler Athener, wie sie ihre Söhne zu besseren Männern erziehen könnten, damit die Polis die „schule von Hellas (bleibe) .. und jeder einzelne bürger .. So kam es, dass Sokrates zugleich Freunde und Feinde gewann: Freunde, die seine Philosophie als Schlüssel zur eigenen und gemeinschaftlichen Wohlfahrt und Weisheit ansahen, und Feinde, die seine Philosophie als Gotteslästerung und gemeinschaftsschädigend einschätzten. Nicht nur die Zeitgenossen hatten kein einheitliches Sokratesbild, auch die Forschung hat es nicht. 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